Der erste Sonntag im Oktober ist Sektionenwandertagzeit im ÖTK. Diesmal waren wir bei der Sektion Baden zu Gast, die zwei unterschiedlich lange Strecken auf den Hohen Lindkogel ausgesucht hat. Mit dabei waren die Sektionen Baden als Veranstalter, Klosterneuburg, Rosalia, Wiener Neustadt, Wienerwald und die Zentrale Wien – alle zusammen 31 Wanderinnen und Wanderern von 13 bis über 80.
Wir aus Klosterneuburg waren leider nur zu viert, da die herbstlichen Verkühlungen manchen einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Bequem sind wir mit dem Zug angereist und wurden liebenswerterweise von Hans und Susanna vom Bahnhof zum Gasthaus „Cholerakapelle“ im Helenental mitgenommen, da es zu dieser Uhrzeit keine Busverbindung in die Nähe gab. Der für Vormittag angesagte Sprühregen blieb aus und so starteten wir bei bedecktem Himmel aber idealem Wanderwetter auf den Hohen Lindkogel – unter den Bildern findet ihr auch eine Karte mit den Wanderrouten, falls ihr diese nachgehen wollt.
Nach der Begrüßung durch Hans ging es dann auch schon über das Brückerl auf die „richtige“ Seite der jungen Schwechat und stetig bergauf durch den Wald. Teile des Hohen Lindkogels sind Naturschutzgebiet, weshalb wir uns an die Wege hielten und in einem herbsteltend Wald, der aber noch in grüner Pracht stand langsam Höhenmeter für Höhenmeter bezwangen. Der Wienerwald scheint so lieblich, hatte aber von diesen doch 600 Höhenmeter und bäumte sich kurz vor dem Ziel als richtiger Ausläufer der Alpen noch kräftig auf. Die Abstände im Gänsemarsch haben sich dabei spätestens ab der Karlsruhe ziemlich gestreckt. Nach zweieinhalb Stunden erreichten wir dann final das Ziel das Eiserne-Tor-Schutzhaus mit seiner Sina-Warte. Geschafft! Nachfuhr von Flüssigkeit und köstlich schmeckenden Kalorien in Form vom Käsespätzle, Gulasch, Linsen und Nachspeisen liesen die Anstrengungen vergessen.
Danach folgte der Abstieg über den „steinigen Weg“, der seinem Namen alle Ehre machte und zu vorsichtigem Tritt ob der herauserodierenden Steine mahnte. Die Sonne lies sich ab und zu blicken und in Lichtungen konnte man den Blick über den südlichen Wienerwald bis nach Wien schweifen lassen. Wäre es ein klarer Tag gewesen sicherlich noch viel weiter, aber das machte nichts und so erreichten wir viel mehr plaudernd, da die Höhenmeter jetzt bergab gingen, wieder den Boden des Helenentals und passierten am Rückweg noch den Beethoven-Felsen bevor wir am Ausgangspunkt ankamen. Viele saßen dann noch im Gasthaus „Cholerakapelle“ beisammen, wir hatten aber einen Zug zu erwischen, den wir ohne Wartezeit erreichten.
Es war ein famoser Tag mit vielen netten Gesprächen und einem tollen Naturerlebnis. Danke an die Organisatoren und unsere zwei Wanderführerinnen.
Albert Treytl




















